Weiterbildungsoffensive WEITER.mit.BILDUNG@BW beschlossen

18. Februar 2021 | | 2 Minuten Lesezeit

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Der Ministerrat hat die ressortübergreifende und wegweisende Weiterbildungsoffensive WEITER.mit.BILDUNG@BW beschlossen. Dafür werden in den kommenden Jahren rund 40 Millionen Euro aus dem Programm „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ investiert. Hinzu kommen weitere 7,5 Millionen Euro aus außerplanmäßigen Mitteln für zusätzliche Projekte des Wirtschaftsministeriums. Das Wirtschafts-, das Kultus- und das Wissenschaftsministerium werden erstmals unter einem gemeinsamen Dach die berufsbezogene Weiterbildung im Land zusammen mit den Weiterbildungspartnern vor Ort in die Fläche tragen und die Weiterbildungseinrichtungen beim Ausbau der Digitalisierung deutlich stärken.

Weiterbildung auch in der Corona-Krise durch Digitalisierung stärken

Für das Kultusministerium ist es wichtig, den Zugang zur Weiterbildung in allen Regionen Baden-Württembergs zu sichern. Ziel ist, Digitalangebote an den öffentlichen Weiterbildungseinrichtungen sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum flächendeckend sicherzustellen. „Wir wollen die Weiterbildung während der Corona-Krise nicht nur stützen, sondern sie bei der digitalen Transformation auch besonders stärken. Dieser Prozess ist die Zukunft für Wirtschaft und Gesellschaft. Volkshochschulen und kirchliche Weiterbildungseinrichtungen, ob klein oder groß, hochqualifizierte Fachleute und weniger qualifizierte Beschäftigte – alle sollen davon profitieren. Deshalb werden wir für die Alphabetisierung und Grundbildung ebenfalls neue digitale Möglichkeiten entwickeln, um auch in diesem Bereich gute Online-Angebote machen zu können“, sagte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Dazu werden die Weiterbildungsträger beim Umstieg auf digitale Angebote unterstützt. Gemeinsam mit dem Volkshochschulverband sollen „digitale Volkshochschulen“ als Best-Practice-Beispiele für innovative digitale Lern- und Organisationsszenarien geschaffen werden. Zudem wird der renommierte Digitale Weiterbildungscampus als Lernplattform weiterentwickelt. Darüber hinaus werden passgenaue digitale Angebote entwickelt, die in den Grundbildungszentren und Kursen umgesetzt werden können. Digitale Grundbildung soll so auch geringer qualifizierten Erwerbstätigen als Kernkompetenz vermittelt werden.

Innovative Angebote an Hochschulen

Das Wissenschaftsministerium wird die Hochschulen dabei unterstützen, neue Qualifizierungsprogramme zu entwickeln. Diese sollen sich stark am tatsächlichen Bedarf in den Unternehmen orientieren und sich vorzugsweise mit neuen Mobilitätsaspekten, Digitalisierung, Nachhaltigkeitsmanagement und anderen zentralen Zukunftsfragen befassen. „Erfolgversprechend sind flexible und kürzere Formate, die von den Beschäftigten neben ihrem Beruf wahrgenommen werden können“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Dazu setzen wir auf ineinandergreifende Maßnahmen: Wir werden ein neues digitales Schaufenster in Form einer Plattform Hochschulweiterbildung@BW mit innovativer Buchungsfunktion einrichten. Mit einem Klick soll sich die ganze Welt der Weiterbildung an Hochschulen öffnen.“ Die Angebote an den Hochschulen werden sichtbar mit den Bedarfen der Unternehmen vernetzt und in die Breite getragen, so die Ministerin. „Weil der persönliche Kontakt und der Austausch in den Regionen grundlegend ist, werden wir ein landesweites Netzwerk mit einer Kümmerer-Struktur aufbauen. Zudem streben wir an, ein Qualitätssiegel für die wissenschaftliche Weiterbildung zu etablieren“, kündigte Bauer an.

Weiterbildung vernetzt vorantreiben

Unter der gemeinsamen Dachmarke WEITER.mit.BILDUNG@BW werden die Ressorts ihre Angebote sichtbar vernetzen. Mit einer gemeinsam betriebenen Koordinierungsstelle werden sie die Betriebe und Beschäftigten für Weiterbildung sensibilisieren, motivieren und beraten. Sie werden dabei eng mit den Partnern aus der Weiterbildungslandschaft zusammenarbeiten. Die erzielten Fortschritte und Maßnahmen sollen kontinuierlich auf die Bedarfe in den Betrieben angepasst und weiterentwickelt werden. Auch die digitalen Plattformen der drei Ressorts sollen enger miteinander verknüpft werden.

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