Von Trends, Technologien und rechtlichen Fragen im E-Commerce

10. Dezember 2019 | | 2 Minuten Lesezeit

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Gerade kleine Onlinehändler stellen sich oft die Frage, wie sie sich von führenden Markthändlern abgrenzen können und trotzdem die Möglichkeiten des E-Commerce für sich nutzen können. Bei „Alles amazon? Chancen und Zukunft des E-Commerce“ in der IHK Konstanz lieferten neun Experten Einblicke in verschiedene Themenschwerpunkte im Onlinehandel und gaben Tipps für die Umsetzung.

Tobias Quelle-Korting, Head of Product & User Experience bei der Digitec Galaxus AG, ging in seiner Keynote auf aktuelle Trends ein. Der mobile commerce, also der Einkauf über mobile Endgeräte, wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Außerdem rückt die Personalisierung mehr und mehr in den Vordergrund, indem der Kunde auf ihn zugeschnittene Angebote erhält. Auch die Verschmelzung der Kanäle nimmt zu, wodurch das Omni-Channel-Marketing an Relevanz gewinnt. Um sich von großen Markthändlern abzugrenzen, brauche es jedoch weitere Differenzierungsfaktoren als nur das Berücksichtigen von Trends. Die neueste Technologie, die Shop-Experience oder die Sortimentsbreite seien Grundleistungen von E-Commerce. Redaktioneller Content oder der Aufbau einer Community können dagegen Faktoren sein, die dazu beitragen, sich von führenden Markthändlern abzuheben.

Anschließend fanden Parallelsessions zur Vertiefung verschiedener Themen statt.

Leonie Hagemeister und Alexander Bauer von Schanze&Horn machten in ihrem Vortrag deutlich, dass Suchmaschinenoptimierung ganz anders funktioniere als noch vor wenigen Jahren, so werde beispielsweise das Storytelling bei der Contenterstellung immer wichtiger.

Jan Sklepek von SCHRADE&PARTNER Rechtsanwälte PartmbB, widmete sich den wichtigsten rechtlichen Regeln beim Onlinehandel und gab praktische Anleitung für deren Umsetzung.

Katharina Imhof von der comsolit AG ging in ihrem Vortrag auf die Bedeutung von 3D-Produktdarstellungen im Onlinehandel ein und zeigte, welche Vorteile eine 3D-Abbildung für das Kundenerlebnis hat.

Christopher Rentrop von Bitco3 erklärte, warum E-Commerce nicht nur als einzelnes Projekt gesehen werde sollte, sondern dass ein funktionierender Onlinehandel eine durchdachte IT-Strategie braucht, die alle Abteilungen miteinbezieht.

Oliver Port von ClearVAT lieferte einen Einblick in das Thema „Grenzüberschreitender E-Commerce Handel“ und  zeigte auf, warum Onlinehändler einem großen Haftungsrisiko beim Abführen der Mehrwertsteuer ausgesetzt sind und wie ClearVAT bei diesem Thema unterstützen kann.

Frederic Schier und Benjamin Greis von der RedFox InfoSec GmbH zeigten, wie bösartige Bots arbeiten und wie diese im E-Commerce-Umfeld eingesetzt werden.  Außerdem gingen sie darauf ein, welche Sicherheitsmechanismen es gegen bösartige Bots gibt.

Bei der Abschlussrunde zeigten sich die Experten einig, dass der E-Commerce auch in Zukunft weiter an Relevanz gewinnt und sich darüber hinaus neue Nutzungskonzepte entwickeln werden. Kleine Händler sollten sich trotzdem nicht von großen Markthändlern unterkriegen lassen, sondern sich darauf konzentrieren, welche Entwicklungen wirklich relevant für dir Produkt sind und eine USPs herausarbeiten.

cyberHR