Projekt „Barriere-Sticker“ gewinnt goldene Ähre beim sechsten HACK AND HARVEST Hackathon

04. Juli 2024 | | 5 Minuten Lesezeit

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Die 150 Teilnehmende haben es mal wieder bewiesen: in zwei Tagen kann aus einer Idee ein Konzept, Prototyp oder sogar Geschäftsmodell entstehen. Egal ob Hackathon-erfahren oder zum ersten Mal dabei, durch das themenoffene Format ist es jedem möglich, an einem Projekt mitzuarbeiten und sich einzubringen. Es braucht dafür nur Lust und Interesse, sich mit anderen einer Idee zu widmen und gemeinsam daran zu arbeiten.

Der HACK AND HARVEST ist kein Wettbewerb, die Entscheidung, welches Team am Samstagabend die goldene Ähre gewinnt wird von den Mentorinnen und Mentoren daher nicht auf inhaltlicher Ebene getroffen. In diesem Jahr ging die goldene Ähre an das Team „Barriere-Sticker“. Mithilfe von QR-Codes, die in der Stadt Konstanz verteilt werden, soll es möglich sein, schneller und unkompliziert Mängel oder Defekte an Aufzügen zu melden sowie allgemein eine bessere Übersicht für die Barrierefreiheit zu schaffen.

21 Ideen wurden beim sechsten HACK AND HARVEST Hackathon am 28./29. Juni von den Themenpaten gepitcht:

1. KI-Assistent für Fachkräfte in der Pflege
Ziel: Kommunikation für ausländische Fachkräfte in der Pflege durch KI-Modelle erleichtern

 

2. Konschbräu
Ziel: soziale Biermarke, die in soziale Projekte in Konstanz investiert

 

3. Rendezvous
Ziel: Anzahl der motorisierten Lieferfahrzeuge reduzieren. Buchbare Umschlagplätze tragen dazu bei, dass von LKW auf Fahrrad umgeladen werden kann.
https://rendezvous.dokku.sandbox.stadtdaten.konstanz.digital/

 

4. Klimaforschungsdaten
Ziel: offene Daten für Informationsauswertung nutzen, um Städte klimaresilienter aufzustellen

 

5. KI-Chatbot für Websites
Ziel: Chatbot für die Website der Stadt Konstanz

 

6. Pippetin-Bot
Ziel: Roboter für den Laboreinsatz, der automatisiert bei der Pippettierung unterstützt

 

7. Reduzierung von Lebensmittelverschwendung
Ziel: Verknüpfen von Wetterprognosen, Kundendaten etc., um Vorhersagen über Lebensmittelanschaffung treffen zu können und so Lebensmittelverschwendung zu reduzieren

 

8. Social (m)idea Plattform
Ziel: Safe Space im Web, um Ideen mit anderen zu teilen und zu entwickeln

 

9. Code-Files
Ziel: Applikation, um Code-Files automatisiert zu kommentieren

 

10. Bezahlbarer Wohnraum
Ziel: Holzbauten auf Parkplätzen

 

11. Agri-PV
Ziel: Doppelnutzung von Agrarflächen: Energieerzeugung, Wassermanagement, Gewinnung von Agrarprodukten

 

12. Emotion Journey
Ziel: App, um Gefühle und Emotionen besser zu verstehen und daraus einen Nutzen zu ziehen

 

13. Flexibler Audioguide für unterwegs
Ziel: Bereitstellung von Audio-Informationen zu Point-Of-Interests

 

14. Product Development
Ziel: aus Texten auf Basis von ChatGPT ein Produkt designen
https://think-and-print.com/login

 

15. Werkzeugbox
Ziel: Station mit Werkezugbox, in der jegliches Werkzeug zur Ausleihe vorhanden ist

 

16. „Taxfix“ für Start-ups
Ziel: Buchhaltung/ Steuerthemen für Start-ups und junge Unternehmen erleichtern

 

 

17. YUKI – App
Ziel: App für Kinder mit FASD (fetale Alkoholspektrum Störung), um sie dabei zu unterstützen, spielerisch ihre Aufgaben zu erledigen

 

18. MitMutig
Ziel: Leute zusammenbringen für die Umsetzung lokaler Projekte

 

19. Fitnesscoaching
Ziel: Fitnessskills mit Technologie zusammenbringen, Platform/Dashboard für Anwender

 

20. Barrierefreiheit
Ziel: Hindernisse und defekte Aufzüge in der Stadt schnell melden können und Übersicht schaffen.

 

21. Digitalisierung im Unternehmen
Ziel: den Digitalisierungsgrad aller Abteilungen in einem Unternehmen exemplarisch durchspielen und Potenziale aufdecken.

 

Neben der Arbeit an den Projekten stand außerdem Spiel, Spaß und Networking im Vordergrund.

Wertvolle Impulse und sportliche Einheiten

Die inhaltlichen Impulse und Challenges waren so gestaltet, dass die Teilnehmenden für sich persönlich, ihre Arbeit oder ihr Team Wissenswertes mitnehmen. Aber auch die sportlichen Einheiten kamen nicht zu kurz, auf der Slack Line beim Jonglieren, Tischkicker spielen und Fitness konnten die Teilnehmenden den Kopf frei kriegen.

Rebecca Reinkunz von Kilometer1 gab den Teams bei „Idee gepitcht – und jetzt?“ Methoden an die Hand, um die Zusammenarbeit im Team bestmöglich voranzutreiben. Darunter fiel auch, sich über die individuellen Erwartungen klar zu werden und eine Übersicht über die Kompetenzen im Team zu erlangen.

Zoé Wolter von CorrelAid brachte durch ihren Impuls „Data4Good“ den Gedanken ein, sich bei Projekten, die sich mit Daten beschäftigen das Thema Datenschutz und Einsatz von Daten für einen guten Zweck nicht außer Acht zu lassen.

Bei der Challenge „Papierturm bauen“ war erneut Teamwork gefragt. Mathias Helmke von Mediafavoriten stellte die Challenge: Der höchste Papierturm, der am Ende eine Dose Tomatensoße hält, gewinnt. Kleben nicht erlaubt.

Wie es gelingt, wirkungsvoll aufzutreten und durch seine Köpersprache überzeugt zu wirken, das erläuterte Miriam Mayer von StilleSprache.ch. Sie zeigte den Teilnehmenden, welchen Einfluss Mimik und Gestik bei einer Präsentation haben und worauf es bei einem Pitch ankommt.

„Bewegtes Feedback“ gab es dann zum Abschluss, als Claudia Haußmamn und Nicole Amann von cyberLAGO  die Teilnehmenden dazu eingeladen haben, auf spielerische Art ihr Feedback abzugeben. Dabei ging es vor allem nochmal darum, die zwei Tage zu reflektieren.

Unterstützung durch Mentoren und Partner

Damit die Projekte die bestmögliche Unterstützung für die Umsetzung erhalten, hat sich das Mentoring-Konzept des HACK AND HARVEST in den letzten Jahren bewährt. 7 Mentorinnen und Mentoren aus Wirtschaft und Wissenschaft waren in diesem Jahr dabei, um die Teams bei ihren Vorhaben zu unterstützen:

  • Lisa Kuner, Leitung Wissens- und Technologietransfer, Universität Konstanz
  • Friedhelm Schaal, Inhaber Ingenieurbüro Schaal und langjähriger Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Konstanz
  • Pascal Laube, Professor für Softwaresysteme und KI an der Hochschule Furtwangen & Senior Advisor Engineering, GFT Integrated Systems GmbH
  • Siegfried Wagner, UfG e.V.
  • Simon Flockerzie, Leiter Unternehmensentwicklung, Kliniken Schmieder
  • Wolfram Höpken, Professor für Data Science und IKT-Systeme im Tourismus, Leiter Institut für Digitalen Wandel und LAB4DTE, RWU
  • Daniel Weber, Senior Transformation Consultant, in-factory GmbH

Unterstützt wurde der HACK AND HARVEST 2024 von zahlreichen Partnern aus der Region, insbesondere durch die Premiumpartner in-factory, Schmieder Kliniken und GFT.

Fotos: Torben Nuding

 

 

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