International und regional zugleich: die Agile Bodensee Konferenz

27. August 2018 | | 3 Minuten Lesezeit

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Jedes Jahr Ende September wird das Steigenberger Inselhotel in Konstanz zum agilen Treffpunkt. Dann wird bei der Agile Bodensee Konferenz zwei Tage lang zum Thema Agilität diskutiert, gesprochen und sich ausgetauscht. Wer steckt eigentlich hinter den Planungen und der Idee für die Agile Bodensee? Und wie werden die Themen und Speaker ausgewählt? Das haben wir Stephan Strittmatter vom cyberLAGO-Mitgliedsunternehmen Sybit GmbH gefragt, der die Agile Bodensee seit Jahren mitorganisiert.Bereits zum siebten Mal veranstaltet die Sybit GmbH im Jahr 2018 die Agile Bodensee. Wie kamt ihr auf die Idee, eine solche Konferenz zu starten?

Die Agile Bodensee entwickelte sich aus dem Agile Breakfast, welches ebenfalls von Sybit ins Leben gerufen worden ist. Das Breakfast fand ca. alle zwei Monate im Wasserturm in Konstanz statt. Es kamen Referenten aus der Region, die über das Thema Agilität sprachen. Gelegentlich waren auch Agile Coaches eingeladen, die dann ab und zu  Workshops durchführten. Aus diesem Anfangsformat entwickelte sich dann die Idee, das Ganze größer und internationaler im Rahmen einer Konferenz aufzuziehen. In den ersten Jahren dauerte die Agile Bodensee nur einen Tag und es gab auch nur einen Slot mit Vorträgen. Das hat sich mittlerweile alles vergrößert und erweitert.

 

Inwiefern?

Die jetzige Agile Bodensee Konferenz dauert zwei Tage und bietet neben Vorträgen auch Workshops und Seminare an. Dadurch wollen wir den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, sich aktiv einzubringen und von Coaches zu lernen. Dieses Jahr sind es vier Workshops am ersten Tag sowie 18 Vorträge am Konferenztag. Auch der Open Space am Ende des ersten Tages hat sich erst mit der Zeit entwickelt. Anfangs war es so, dass sich die Speaker am Vorabend zu einem gemeinsamen Abendessen getroffen haben. Diesen Austausch wollten wir auch den Teilnehmern ermöglichen und haben deshalb eine Art World Café am ersten Abend etabliert, bei dem die Teilnehmer direkt mit den Speakern in Kontakt kommen können und ein lockerer Austausch unabhängig der Seminare und Vorträge stattfinden kann.

 

Warum liegt Sybit die Konferenz am Herzen? Was wollt ihr als Unternehmen mit der Agile Bodensee bewirken?

Für uns spielt agiles Arbeiten im Unternehmen ebenfalls eine große Rolle. Wir setzen unsere Kundenprojekte agil um und wollen diese Arbeitsweise auch nach außen tragen. Agilität ist sozusagen unser Merkmal. Natürlich nutzen wir die Bekanntheit der Agile Bodensee auch für unser HR-Branding, denn viele Unternehmen und Kunden sind erst durch die Konferenz auf unser Unternehmen aufmerksam geworden. Und genau das soll die Agile Bodensee unter anderem auch bewirken: auf regionale und lokale Kompetenzen aufmerksam machen und diese zusammenbringen.

 

Es gibt zwar Themenschwerpunkte, doch prinzipiell drehen sich die Vorträge und Workshops jedes Jahr um Agilität. Ist das Thema nicht irgendwann ausdiskutiert und erschöpft?

Natürlich gibt es Themen, die immer wieder auftauchen wie beispielsweise Scrum. Aber grundsätzlich ist es tatsächlich so, dass sich jedes Jahr neue Richtungen und Tendenzen auftun. Dieses Jahr steht zum Beispiel das Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 in Zusammenhang mit Agilität im Vordergrund. Es ergeben sich letztlich immer wieder neue Blickwinkel, unter denen man Agilität betrachten kann.

 

Für wen ist die Agile Bodensee interessant? Von wo reisen die Teilnehmer an?

Das Thema Agilität ist ursprünglich zunächst einmal auf die IT-Branche fokussiert. Deshalb kommen auch viele Entwickler und Projektleiter. Wir stellen aber auch eine steigende Teilnahme des Managements fest. Ein Großteil der Teilnehmer kommt aus Deutschland und der Schweiz, in erster Linie auch, weil es die größte Konferenz in dieser Art im Bodenseeraum ist. Wir haben aber mittlerweile auch vermehrt Teilnehmer, die extra aus Berlin oder Hamburg anreisen oder sogar aus den Niederlanden. Viele Teilnehmer kommen jedes Jahr wieder. Die Early Bird Tickets sind teilweise schon ausverkauft, bevor überhaupt die Agenda online ist. Ein Teilnehmer hat mir dazu mal erklärt: „Man kann darauf vertrauen, dass die Agile Bodensee jedes Jahr ein interessantes und bunt gemischtes Programm hat, da kann man das Ticket auch schon mal blind kaufen.“ So ein Feedback freut uns natürlich und bestätigt uns in unserer Arbeit.

 

Das Programm lebt von den Speakern: Wie findet ihr eure Speaker und nach welchen Kriterien wählt ihr diese aus?

Wir starten jedes Jahr im Februar einen Call for Speakers. Da die Agile Bodensee inzwischen überregional und international bekannt und beliebt ist, gibt es einen richtigen Run auf die Speaker-Slots. Groß bewerben müssen wir den Call daher gar nicht mehr. Dieses Jahr hatten wir alleine 100 Einreichungen von Leuten, die gerne auf der Konferenz sprechen wollten. Die Auswahl nimmt dementsprechend auch etwas Zeit in Anspruch. Wir haben dafür ein internes Gremium, welches sich die Einreichungen anschaut und auswählt. Im Prinzip wählen wir so aus, dass eine interessante Mischung an Themen entsteht. Bei der Auswahl der Speaker ist uns außerdem wichtig, dass sich internationale und regionale Speaker die Waage halten. Wir wollen bei der Agile Bodensee bewusst auf die regionalen Kompetenzen aufmerksam machen und diesen auch einen Platz einräumen.

cyberHR