cyberLAGO-Mitglied DBC unterwegs im Zukunftsmarkt Iran
30. September 2015 | News | 2 Minuten Lesezeit
Harald Dreher von DREHER BUSINESS CONSULTANTS war Anfang September unterwegs im Iran.
Voraussichtlich im ersten Quartal 2016 wird es einen umfassenden Abbau der EU-Wirtschaftssanktionen im Iran geben.
Potentielle iranische Kunden warten auf den Abbau der Sanktionen. Zum Beispiel für Lieferungen von Ausrüstungsgegenständen aus Deutschland, für geplante Baustellen, besteht Bedarf. Aber auch für IT-Lösungen gibt es einen großen Markt.
Das cyberLAGO Mitglied hat über seine Wirtschaftsdelegationsreise einen sehr interessanten Artikel geschrieben.
Die Erfahrungen die Harald Dreher in Teheran und Isfahan sammeln konnte und Antworten zu wichtigen wirtschaftlichen Fragestellungen hat er nun zusammengefasst.
Fazit einer Wirtschaftsdelegationsreise vom 4.9. bis zum 10.9.2015
Unter der Leitung des Ministers für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg konnte ich an einer Wirtschaftsdelegationsreise in die islamische Republik IRAN teilnehmen.
Ein Land mit knapp 80 Millionen Einwohnern auf einer Fläche, die 5 mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland ist, über Jahre abgeschottet, was erwartet den Reiseteilnehmer?
Fragen, die ich auf dieser Reise klären wollte:
Ist es möglich, unter den derzeitigen Sanktionen eine Geschäftsbeziehung mit Kunden oder Lieferanten im Iran einzugehen?
Im Prinzip ja, aber im Rahmen strenger Ausfuhrregeln ist es eher schwierig, Handelsbeziehungen aufrecht zu erhalten. Es gibt deutsche Firmen die immer dort gearbeitet haben oder Handel betrieben und es noch immer tun. Stellvertretend für den Mittelstand sei das Tunnelbohrunternehmen Herrenknecht oder das Trockenbauunternehmen Knauf genannt. Diese haben erfolgreich gewirtschaftet. Der lokale Geschäftsführer des Unternehmens Knauf hat berichtet, dass sein Unternehmen weiter investieren werde und die Produktionskapazität verdoppeln wolle. Er hat auch berichtet, dass es für sein Unternehmen möglich war, Transferzahlungen aus IRAN heraus zu leisten. Insgesamt war die Berichterstattung über seine Erfahrungen mit Iranischen Partnern im Rahmen eines Besuches der Handelskammer in Teheran sehr positiv.
Welche Ergebnisse brachten Kooperationsbörsen und durchgeführte Gespräche mit Unternehmern?
Vor dieser Reise wurden Informationen über die teilnehmenden Unternehmen und Ansprechpartner der Wirtschaftsdelegation an die Außenhandelskammer im Iran übermittelt. Dort erfolgte auch das Ansprechen potentieller Interessenten und Lieferanten. Es fanden zwei Kooperationsbörsen, eine in Teheran und eine in Isfahan, statt. Die Vertreter der Iranischen Unternehmen waren in der Regel gut vorbereitet und an geschäftlichen Kontakten interessiert.
An beiden Börsen wurden die Dienstleistungen von Dreher Consulting zum Thema ERP Beratung, Prozessoptimierung sowie Projektmanagement zur Einführung von ERP Software nachgefragt. Es ist deutlich zu erkennen, dass in den Führungsetagen das Wissen um die modernen Standards, das systematische Vorgehen bei der Auswahl von IT Lösungen und die davor notwendigen Prozessoptimierungen nicht sehr ausgeprägt ist. Es ist deutlich zu spüren, dass dieses Wissen eingekauft werden wird.
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