Transformation soll ein Unternehmen zukunftsfähig machen: neue Strategie, neue Strukturen, neue Prozesse. Beschlossen ist das oft schnell. In der Umsetzung zeigt sich dann, wie viel zusammenhängt – Abteilungen, Abhängigkeiten, Annahmen, die nie jemand ausgesprochen hat. Gleichzeitig können sich Rahmenbedingungen wie Märkte, Technologien und Kundenerwartungen schneller ändern als geplant.
Dabei geht es nicht nur um das Geschäftsmodell, sondern mindestens genauso um die innere Entwicklung von Menschen und Organisationen. Doch wie entsteht ein gemeinsames Bild davon, was die Veränderung bewirken soll? Und wie kann die Fähigkeit, mit Komplexität und unter Unsicherheit zu entscheiden, erlernt werden?
Ein Ansatz dafür ist Systemdenken: Ein Vorhaben wird gemeinsam als System betrachtet und modelliert, mit seinen Einflussfaktoren, Wirkketten, Stellhebeln und Risiken bis hin zum digitalen Zwilling. Das schafft eine Grundlage, um das passende Vorgehen zu wählen, es zu steuern und den Erfolg zu prüfen.
Wie das in der Praxis funktioniert, probieren Sie im Workshop mit Dr. Michael Holzner (iCONDU GmbH) und Beate Roch (b connective) selbst aus, in kleinen Gruppen und an konkreten Beispielen. Michael Holzner war mehr als 20 Jahre in leitenden Funktionen der Automobilindustrie tätig und hat dort mehrere Transformations- und Großprojekte verantwortet. Beate Roch holt als Turnaround-Managerin festgefahrene IT-Projekte zurück auf Kurs.
Inhalte des Tages
- Transformationsprozesse und der Umgang mit Komplexität
- Systemdenken und wirkungsorientiertes Projekt-Design
- Übung 1 mit der Methode impactation®: Einflussfaktoren identifizieren, ein gemeinsames Zielbild entwickeln
- Übung 2 zu Wechselwirkungen: Wirkketten beschreiben, Stellhebel und Risiken erkennen
- Diskussion zu Entscheidungsprozessen, Zielkonflikten und Unsicherheiten
- Ausblick: vom Systembild zum digitalen Zwilling
Was Sie für die Transformation mitnehmen
Sie gehen mit einem praxiserprobten Vorgehensmodell für wirkungsorientiertes Projekt-Design nach Hause, das Sie bereits an Beispielen angewendet haben. Sie können besser einschätzen, welche Faktoren eine Transformation bestimmen und wo Sie ansetzen können. Dazu kommt der Austausch mit anderen Verantwortlichen aus der Region, die vor ähnlichen Aufgaben stehen.
Plätze
Begrenzt auf 20 Teilnehmer. Verpflegung ist inklusive.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts TIM (Transformation – Innovation – Mobilität) statt.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung erforderlich.

Beate Roch ist selbständige IT-Projektmanagerin und Inhaberin von b connective. Aus einer BWL-Laufbahn heraus hat sie über zwei Jahrzehnte in Projektmanagement- und Leitungsrollen in der IT gearbeitet – heute bringt sie stockende Projekte als Turnaround-Managerin wieder auf Kurs, methodenoffen und mit einem klaren Fokus auf das Wesentliche.
Verbindungen zu schaffen ist ihr Herzensanliegen – daher auch der Name „b connective“. Als Regionalleiterin der GPM-Regionalgruppe Friedrichshafen hat sie den „IT-Projektdialog Allgäu“ initiiert – ein Veranstaltungsformat, das gezielt den interdisziplinären Austausch zwischen IT und Fachbereichen wie Marketing, Controlling oder HR fördert.

Dr. Michael Holzner ist Ingenieur mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Projekt- sowie Organisationsentwicklung und war mehr als 20 Jahre in leitenden Funktionen der Automobilindustrie tätig. Er hat umfangreiche Management-Erfahrung und verantwortete mehrere Transformations- und Großprojekte. Er kennt das Projektgeschehen aus langjähriger Praxis, sowohl aus der Perspektive des Auftraggebers, aus der Sicht des Projektleiters als auch als Berater.
2010 gründete er die iCONDU GmbH mit den heutigen Schwerpunkten Projekt-Coaching, Facilitation & Co-Kreation und Planspielentwicklung. Mit diesen Kernthemen unterstützt iCONDU seit mehreren Jahren auch Transformationsnetzwerke der Automobilindustrie.